Zuerst wird der Zylinderkopf vom gröbsten Schmutz und Öl im Teilereiniger gereinigt, bevor mit der Ventilfederpresse die Ventile ausgebaut werden. Danach werden alle Dichtungen und Stehbolzen entfernt.

Anschließend wird der Zylinderkopf erwärmt und die Ventilführungen auf einer Presse mit spezieller Vorrichtung ausgepresst.

Der Kopf wird im nächsten Schritt auf eine spezielle Vorrichtung der CNC Fräsmaschine gespannt. Mit der CNC Fräsmaschine werden dann Auslass- und Einlasskanal soweit wie möglich vorgefräst. Auch die Ansaugbrücke wird so bearbeitet. Danach wird der Kanal mit einem Biegewellenantrieb weiter bearbeitet und am Schluss noch geschliffen.

Der Kopf wird dann zwischengereinigt und neue Ventilführungen aus Sinter- oder Buntmetall eingepresst. Danach können die Ventilsitze auf dem Ventilsitzbearbeitungszentrum gefräst werden. Der Durchmesser wird dabei größer und die Einströmverhältnisse des Benzin – Luftgemisches in den Zylinder durch eine spezielle Ventilsitzkontour verbessert. Um zu gewährleisten, dass alle Kanäle gleich sind, werden die Ventile locker eingesetzt und die Kanäle mit Honöl gefüllt. Jeder Kanal soll dasselbe Volumen bzw. dieselbe Milliliterzahl Honöl haben. Mit dem Brennraum passiert dasselbe. Weichen die Kanäle voneinander ab, muss nachgearbeitet werden.

Ist dieser Arbeitsschritt vollendet, werden die Ventile mit einem speziellen Strahlgut sandgestrahlt und so vom gröbsten Schmutz und Ölkohle befreit. Anschließend wird das Ventil bei hoher Drehzahl mit immer feinerem Schleifpapier geschliffen und anschließend poliert. Am Schluss der Ventilbearbeitung wird noch der Ventilsitz auf der Ventilkegelschleifmaschine nachgeschliffen, um die 100%ige Dichtigkeit der Ventilsitze zu gewährleisten.

Anschließend werden die Ventile in den Kopf eingesetzt und mit sehr feiner Schleifpaste auf ihren Ventilsitz eingeschliffen. Dies passiert mit einem pneumatischen Ventileinschleifgerät.
Dann wird der Kopf plangeschliffen und entgratet. Nachdem Kopf und Ventile nochmals gereinigt worden sind, kann der Zusammenbau des Kopfes erfolgen. Nach dem Einsetzen der Ventile mit neuen Ventilschaftdichtungen, wird der sogenannte Ventilschaftüberstand vermessen und wenn nötig, die Ventile in der Länge minimal gekürzt. Stimmen alle Maße, wird die Dichtigkeit der Ventile mit einem Unterdrucktester überprüft. Die Luft wird dabei aus den Kanälen des Zylinderkopfes gesaugt und wenn es eine Undichtigkeit geben sollte, ist dies an einem Manometer sofort erkennbar. Jetzt ist der Zylinderkopf fertig für die Montage auf dem Motorblock.

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